Apertus
Offenes Sprachmodell aus der Schweiz mit offengelegten Gewichten und Trainingsdaten, für den Eigenbetrieb oder über Schweizer Hoster.
Was es kann
Apertus ist ein offenes Sprachmodell der Swiss AI Initiative, entwickelt von EPFL, ETH Zürich und dem Schweizer Supercomputing-Zentrum CSCS. Version 1.5 gibt es in den Größen 8B und 70B. Sie versteht neben Text auch Bilder und, noch experimentell, Audio, antwortet aber nur mit Text. Ein optionaler Denkmodus lässt das Modell vor der Antwort überlegen, das Kontextfenster fasst rund 262.000 Token. Gewichte, Trainingsdaten, Code und Methoden sind offengelegt; trainiert wurde mit Texten in über 1.000 Sprachen.
Für wen es passt
Für Unternehmen und Entwicklerteams, die ein nachvollziehbares Modell selbst betreiben oder per API bei einem Schweizer Hoster einbinden wollen, etwa für interne Assistenten. Anleitungen gibt es unter anderem für Ollama, LM Studio, Open WebUI und vLLM. Die Apache-2.0-Lizenz erlaubt kommerzielle Nutzung.
Datenschutz im Unternehmen
Betreibst du Apertus auf eigener Hardware, bleiben deine Eingaben bei dir. Gehostete Varianten bieten unter anderem Swisscom, Infomaniak und Phoeniqs mit Standort Schweiz an. Auftragsverarbeitungsvertrag, mögliche Trainingsnutzung deiner Eingaben und Geschäftstarife regelst du mit dem jeweiligen Hoster; das Projekt selbst verkauft keine Tarife. Beim Training wurden laut Projekt Opt-outs von Websites beachtet und personenbezogene Daten entfernt.
Grenzen
Ein eigenes Chatprodukt bietet das Projekt nicht; zum Ausprobieren im Browser führt es zu Drittanbietern wie Public AI. Die Anleitungen für den lokalen Betrieb sind teils noch im Aufbau. Die Audioverarbeitung ist experimentell, Leistungsvergleiche stammen vom Projekt selbst.