Dragon Medical One
Cloud-Spracherkennung von Microsoft für Ärztinnen, Ärzte und Kliniken, die Befunde und Arztbriefe direkt in Patientenakte oder KIS diktieren.
Was es kann
Dragon Medical One wandelt Diktate in Echtzeit in Text um und schreibt ihn direkt in das Programm, in dem der Cursor steht – etwa die elektronische Patientenakte, das Krankenhausinformationssystem oder Word. Die Erkennung läuft in der Cloud; ein Stimmprofil musst du vorher nicht trainieren, Akzent und Mikrofon werden automatisch eingemessen. Per Sprachbefehl formatierst, korrigierst und navigierst du im Text. Häufige Textbausteine legst du als AutoTexte an und rufst sie mit einem Kurzbefehl ab. Mit der App PowerMic Mobile dient dein Smartphone als drahtloses Mikrofon.
Für wen es passt
Für Kliniken, MVZ und Praxen, die Befunde, Arztbriefe und Pflegedokumentation per Sprache erstellen wollen. Die Software läuft auch in Citrix-, RDS- und Omnissa-Umgebungen sowie auf Thin Clients, was größeren IT-Landschaften entgegenkommt.
Datenschutz im Unternehmen
Laut Microsoft-Dokumentation gibt es ein eigenes regionales Rechenzentrum für Deutschland, in Europa außerdem für Frankreich, die Schweiz und Großbritannien. Einen Auftragsverarbeitungsvertrag und Angaben dazu, ob Diktate zum Training genutzt werden, nennt der Anbieter auf seinen öffentlichen Produktseiten nicht; beides klärst du vor Vertragsabschluss mit Microsoft oder dem Vertriebspartner.
Grenzen
Die Desktop-Anwendung läuft nur unter Windows 10 oder neuer und braucht eine stabile Internetverbindung. Sie aktualisiert sich nicht automatisch, neue Versionen installierst du selbst. Weitergehende KI-Funktionen wie die automatische Dokumentation von Patientengesprächen bietet Microsoft im eigenen Produkt Dragon Copilot an. Den erkannten Text musst du vor der Freigabe prüfen.