Atlas UI 3
Quelloffene Chat-Oberfläche von Sandia National Laboratories für selbst betriebene KI-Assistenten mit MCP, RAG und feinen Zugriffsregeln.
Was es kann
Atlas UI 3 ist eine quelloffene Chat-Oberfläche für Sprachmodelle, die du auf eigenen Servern betreibst. Über die Bibliothek LiteLLM bindest du Modelle von OpenAI, Anthropic, Google, OpenRouter oder eigene Endpunkte an. Assistenten greifen per MCP auf Werkzeuge und Datenquellen zu, eine RAG-Anbindung holt Wissen aus Dokumentbeständen. Admins steuern den Zugriff über Gruppenrechte, Anmeldung per OIDC, Freigaben für Werkzeugaufrufe und Datenklassen, die festlegen, welche Modelle und Quellen mit welchen Inhalten arbeiten dürfen. Dazu kommen Personas, ein Chatverlauf mit Aufbewahrungsregeln und S3-kompatibler Dateispeicher.
Für wen es passt
Für IT-Abteilungen in Unternehmen mit strengen Vorgaben, die einen internen KI-Chat mit klaren Zugriffsregeln aufbauen wollen. Ohne Erfahrung mit Docker, Reverse-Proxy und Python ist die Einrichtung kaum zu schaffen.
Datenschutz im Unternehmen
Du betreibst Atlas UI 3 selbst und bestimmst damit Serverstandort und Speicherort der Daten, auch in der EU. Einen Auftragsverarbeitungsvertrag bietet der Anbieter nicht an, da er keinen eigenen Dienst betreibt; Verträge schließt du mit dem jeweiligen Modellanbieter. Ob Eingaben zum Training genutzt werden, hängt ebenfalls von diesem Anbieter und dessen Tarif ab. Geschäftstarife gibt es nicht, die Software steht unter MIT-Lizenz.
Grenzen
Kein fertiger Cloud-Dienst und kein zugesicherter Support. Die Dokumentation gibt es nur auf Englisch. Lokale Modellserver wie Ollama nennt die Dokumentation nicht ausdrücklich.