Von VONA
Warum wir unsere Website statisch bauen
Statisch mit Astro: wenig JavaScript, hohe Geschwindigkeit, kleine Angriffsfläche und die Grenzen dieses Ansatzes. Wann Frameworks die bessere Wahl sind.
Wenn jemand fragt, womit unsere Website gebaut ist, folgt oft Überraschung: nicht mit WordPress, nicht mit einem großen JavaScript-Framework, sondern statisch. Dieser Artikel erklärt, was das bedeutet, womit wir arbeiten, was wir dadurch gewinnen, was wir dafür in Kauf nehmen und wann ein Framework trotzdem die bessere Wahl ist.
Was „statisch“ bedeutet
Eine statische Website besteht aus fertigen Dateien (HTML, CSS, wenig JavaScript), die einmal beim Veröffentlichen erzeugt und dann unverändert ausgeliefert werden. Es gibt keine Datenbank-Abfrage und kein Rendering auf dem Server pro Seitenaufruf. Der Browser bekommt eine fertige Seite und kann sofort anfangen, sie darzustellen. Mehr dazu im Artikel Das Comeback der statischen Website.
So arbeiten wir
- Astro erzeugt aus Vorlagen und Inhalten fertige statische Seiten. Es liefert standardmäßig nur das JavaScript aus, das eine Seite wirklich braucht.
- Tailwind CSS liefert das Styling, TypeScript hilft bei der Qualität des Codes.
- Inhalte liegen als Markdown- und JSON-Dateien im Projekt, es gibt kein CMS und keine Datenbank.
- Auslieferung erfolgt als Dateien auf einem eigenen Server. Schriften und Skripte kommen von dort, nicht von Drittanbietern.
- Wenig JavaScript: Ein paar kleine Skripte steuern zum Beispiel das Menü, den Wechsel zwischen hell und dunkel oder das Kontaktformular. Eine Seite wird nicht erst im Browser zusammengebaut.
Wir verzichten also nicht auf Werkzeuge, sondern auf Laufzeit-Ballast: Das Ergebnis ist reines HTML mit sehr wenig Skript.
Was wir dadurch gewinnen
- Geschwindigkeit: Beim Test mit PageSpeed Insights erreichten Startseite, App-Seite und ein Blogartikel mobil wie am Desktop jeweils 100 Punkte (Stand: Oktober 2026). Dazu tragen kleine Dateien, früh geladene Schriften und gutes Caching bei.
- Geringe Angriffsfläche: Ohne Datenbank und Server-Anwendung gibt es weniger, das man angreifen oder warten muss. Das einzige serverseitige Skript ist das kleine Skript fürs Kontaktformular.
- Wartbarkeit: Weniger bewegliche Teile und überschaubare Abhängigkeiten. Inhalte sind einfache Dateien, die versioniert werden können.
- Datenschutz: Keine Cookies, keine Drittanbieter-Skripte, keine Schriften von fremden Servern.
- Günstiger Betrieb: Ein einfacher Webserver reicht.
Was wir dafür in Kauf nehmen
- Ein Build-Schritt: Änderungen müssen gebaut und hochgeladen werden.
- Kein CMS für Laien: Wer Texte ändern will, bearbeitet Dateien, am besten mit uns. Für Redaktionsteams würden wir ein Headless-CMS anbinden.
- Dynamik braucht Zusätze: Alles, was Daten verarbeitet (Formulare, Suche, Anmeldung), braucht zusätzliche Bausteine.
- Mehr Disziplin bei der Struktur: Inhalte und Vorlagen müssen sauber getrennt sein.
Wann ein Framework die bessere Wahl ist
Ein Framework wie React oder Vue lohnt sich, wenn eine Anwendung viel Zustand im Browser hat, in Echtzeit aktualisiert wird, viele interaktive Bausteine teilt oder wenn ein Team auf einem gemeinsamen Standard arbeiten soll. Bei Kundenprojekten wählen wir deshalb das Werkzeug, das zur Aufgabe passt. Eine ausführliche Abwägung findest du im Artikel Vanilla JS gegen Frameworks.
Entscheidungshilfe
Eine statische Website passt gut, wenn:
- die Inhalte überwiegend gelesen und selten geändert werden,
- wenig personalisierte oder Echtzeit-Funktionen nötig sind,
- Geschwindigkeit, Sicherheit und Datenschutz wichtig sind,
- Änderungen von Entwicklerinnen oder über ein angebundenes CMS laufen dürfen.
Eine dynamische Anwendung passt besser, wenn Nutzer viele Daten erzeugen, sich anmelden und in Echtzeit zusammenarbeiten.
Kurz beantwortet
Ist „statisch“ nicht altmodisch? Nein. Moderne Generatoren verbinden die Einfachheit statischer Dateien mit heutigen Entwicklungswerkzeugen.
Geht Interaktivität trotzdem? Ja, gezielt: kleine Skripte für Menü, Formulare oder Filter, bei Bedarf einzelne interaktive Bausteine.
Wie schnell sind statische Seiten wirklich? Meist deutlich schneller als dynamisch erzeugte. Entscheidend sind außerdem Bilder, Schriften und Caching (siehe Web Performance).
Fazit
Unsere Website ist statisch gebaut, weil sie hauptsächlich Inhalte zeigt und dabei schnell, sicher und datensparsam sein soll. Für andere Aufgaben setzen wir andere Werkzeuge ein. Die Frage ist nie „Framework oder nicht“, sondern: Was braucht diese Aufgabe? Wenn du das für dein Projekt klären möchtest, findest du unser Angebot unter Entwicklung.